Wie berechnet man die Kosten für den 3D-Druck?

Bei der Preiskalkulation für ein 3D-gedrucktes Teil geht es nicht nur darum, wie viel Filament oder Pulver Sie verwenden – es geht darum, das Gesamtbild zu verstehen: Maschinenzeit, Arbeitsaufwand, Materialabfall und Abschreibung der Geräte. Ganz gleich, ob Sie zu Hause, in einem Prototyping-Labor oder in einer industriellen Umgebung drucken – wenn Sie wissen, wie Sie die Kosten für den 3D-Druck berechnen können, haben Sie mehr Kontrolle über Ihr Budget, Ihr Angebot und die Rentabilität Ihres Unternehmens.

Im Folgenden stellen wir die wichtigsten Faktoren vor, die Sie bei der Kostenschätzung berücksichtigen müssen, unabhängig von Technologie und Umfang.

Materialverbrauch und Preis pro Gramm

Eine der offensichtlichsten Kosten ist das Rohmaterial. Bei filamentbasierten (FDM) Druckern lässt sich die Menge des verwendeten Kunststoffs leicht in Gramm messen und mit dem Preis pro Gramm der Spule multiplizieren. Harz- und pulverbasierte Systeme sind etwas komplizierter, da oft ungenutztes Material oder Abfallmaterial zu berücksichtigen ist.

Um herauszufinden, wie viel ein 3D-Druck in Bezug auf das Material kostet, müssen Sie das tun:

  • das Gesamtgewicht des Materials ermitteln (aus der Slicer-Software),
  • multiplizieren Sie mit den tatsächlichen Kosten pro Gramm oder Milliliter,
  • berücksichtigen Sie Abfall oder nicht verwendetes Pulver (insbesondere bei SLS oder SLA).

Manche Software berücksichtigt dies automatisch, aber es ist ratsam, dies manuell zu überprüfen, insbesondere wenn Sie Angebote für Kundenprojekte erstellen.

Maschinenzeit und Energieverbrauch

Die Kosten für den 3D-Druck pro Stunde umfassen mehr als nur den Strom. Er spiegelt auch die Abnutzung des Druckers, die Wartungsintervalle und – in professionellen Kontexten – die Amortisation des Geräts wider. Um dies zu berechnen:

  • Schätzen Sie die Kosten pro Stunde für die Nutzung des Druckers (z.B. 1,50 € bis 5 € für FDM, viel mehr für SLS oder DMLS),
  • multiplizieren Sie das mit der Druckzeit Ihres Slicers (in Stunden),
  • fügen Sie gegebenenfalls die erwartete Wartungs- oder Servicezeit hinzu.

Für den privaten Gebrauch kann der Stundensatz symbolisch sein. Im kommerziellen oder industriellen Umfeld ist er jedoch für die Angebotserstellung und die Gewinnspanne unerlässlich.

Arbeit und Nachbearbeitung

Auch wenn der Druck automatisiert ist, bleibt die Zeit des Menschen wichtig. Die Zeit, die für das Entfernen von Halterungen, das Schleifen, Aushärten oder Prüfen von Teilen aufgewendet wird, sollte bei der Schätzung der Kosten für ein 3D-gedrucktes Teil berücksichtigt werden. Die Arbeitspreise variieren je nach Region und Aufgabe, aber selbst eine einfache Nachbearbeitung kann 15-60 Minuten pro Teil dauern.

Vergessen Sie nicht: Wenn Sie ein Unternehmen oder ein Büro betreiben, zählt auch die Verwaltungs- und Einrichtungszeit – selbst wenn sie nicht direkt in Rechnung gestellt werden kann.

Abschreibung von Software und Maschinen

Weniger offensichtlich, aber dennoch wichtig, sind die über die Zeit verteilten Fixkosten:

  • Abschreibung des Geräts – teilen Sie die Kosten des Druckers über seine erwartete Lebensdauer (z.B. 3-5 Jahre),
  • Slicing- und Modellierungssoftware – viele professionelle Tools sind abonnementpflichtig,
  • Zubehör und Verbrauchsmaterial – Düsen, Bauplatten, Filter, Handschuhe, IPA, usw.

Diese können als Kosten pro Teil abgeschrieben oder in einem Stundensatz gebündelt werden.

Wenn Sie eine detailliertere Kostenmodellierung benötigen

Wenn Sie eine schnelle, wiederholbare Methode zur Schätzung der Gesamtproduktionskosten suchen – insbesondere für den SLS-3D-Druck – empfehlen wir Ihnen diesen detaillierten Leitfaden von Sinterit zur einfachen Berechnung der 3D-Druckkosten. Dabei werden nicht nur Material und Zeit berücksichtigt, sondern auch alle versteckten Variablen, die die Gesamtkosten eines Projekts beeinflussen – von der Pulverauffrischungsrate bis hin zu den Wartungszyklen. Diese Ressource ist besonders nützlich für Dienstleister, Kleinserienhersteller oder jeden, der SLS-Workflows verwaltet und ein klares ROI-Modell benötigt.

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