Wie viel kostet der 3D-Druck?

Ganz gleich, ob Sie überlegen, Ihre erste Maschine zu kaufen oder einfach nur ein paar Teile auszulagern, Sie fragen sich natürlich: Wie viel kostet der 3D-Druck? Die Antwort ist nicht allgemeingültig – es hängt davon ab, was Sie drucken, wie oft und welche Technologie Sie verwenden. Die Kosten variieren erheblich zwischen Desktop-FDM-Hobbydruckern und industriellen Pulverbett-Fusionssystemen und zwischen einem einfachen visuellen Prototyp und einem leistungsstarken Funktionsteil.

Was kostet der 3D-Druck eigentlich?

Der 3D-Druck umfasst im Wesentlichen drei Kostenkomponenten.

  1. Hardware (der Drucker selbst)

Einsteigergeräte beginnen bei unter 300 €, während professionelle Desktop-Systeme in der Regel zwischen 2.000 € und 10.000 € liegen. Industriedrucker – wie SLS, MJF oder DMLS – können leicht 50.000 bis 250.000 € übersteigen, vor allem, wenn sie Nachbearbeitungsgeräte enthalten.

  1. Materialien

Standard-FDM-Filamente wie PLA oder PETG kosten zwischen 20 € und 40 € pro Kilogramm. Technisch hochwertige Filamente (z. B. kohlenstoffgefüllte Nylons, PEI) können über 100 €/kg kosten. Harz für SLA-Drucke liegt zwischen 50 € und über 200 € pro Liter, während Pulver für SLS/MJF bei etwa 80 €/kg beginnt. Der Preis hängt von den mechanischen Eigenschaften, der Marke und der Zertifizierungsstufe ab.

  1. Betriebskosten und Gemeinkosten

Dazu gehören Strom, Verbrauchsmaterialien (Bauplatten, Filter, Handschuhe, IPA), Wartung, Softwarelizenzen und Arbeit. Während diese Kosten bei kleinen Druckern oft minimal sind, summieren sie sich bei hohem Durchsatz oder in industriellen Umgebungen schnell.

Wie viel kostet es, etwas in 3D drucken zu lassen?

Wenn Sie nicht im eigenen Haus drucken, berechnen 3D-Druckservices in der Regel nach Teilevolumen, Materialtyp, Geometriekomplexität und Nachbearbeitungsanforderungen. Ein kleines FDM-Teil kann 5 – 10 € kosten, während detaillierte Teile aus Harz oder gesintertem Nylon bei 30 – 50 € beginnen und bei großen Auflagen oder funktionalen Anforderungen schnell ansteigen können. Zusätzliche Kosten können die Optimierung des Designs, die Entfernung von Stützen, die Oberflächenbearbeitung oder die Farbgebung umfassen.

Das macht den 3D-Druck extrem kosteneffizient für kleine Serien, Prototypen und kundenspezifische Komponenten – aber weniger für Großserien und Standardteile.

Wie teuer ist der Betrieb eines 3D-Druckers?

Eine der häufigsten Fragen lautet: Sind 3D-Drucker teuer im Betrieb? Im Allgemeinen lautet die Antwort nein – vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Produktionswerkzeugen. Die meisten Desktop-3D-Drucker verbrauchen während des Betriebs etwa 50 – 250 Watt. Damit ist ihr Stromverbrauch ähnlich hoch wie der einer normalen Glühbirne oder eines Laptops. Auch der Materialverbrauch ist effizient, da im Vergleich zu subtraktiven Methoden wenig bis gar kein Abfall anfällt.

Die Betriebskosten steigen jedoch mit der Maschinenklasse. Ein industrieller SLS-Drucker zum Beispiel erfordert nicht nur teures Pulver, sondern auch eine stickstoffkontrollierte Umgebung, regelmäßige Wartung und spezialisierte Bediener. Bei diesen Systemen sind die Betriebskosten höher – aber das gilt auch für die Qualität der Teile und den Durchsatz.

Wie viel kostet der günstigste 3D-Drucker?

Wenn Sie bei Null anfangen, beginnen die günstigsten 3D-Drucker auf dem Verbrauchermarkt bei etwa €150 – €300. Dabei handelt es sich in der Regel um kompakte FDM-Geräte mit begrenzter Präzision und Zuverlässigkeit, die aber für Lernzwecke, die Erstellung von Prototypen oder den Druck einfacher Haushaltsgegenstände nützlich sein können. Rechnen Sie damit, mehr zu investieren – etwa 500 bis 1.000 € – für gleichbleibende Qualität und ein besseres Benutzererlebnis.

Professionelle Umgebungen sind in der Regel anspruchsvoller und legen mehr Wert auf Zuverlässigkeit, Genauigkeit, Materialkompatibilität und Herstellerunterstützung.

Abschließende Gedanken zu den Kosten des 3D-Drucks

Wie viel kostet also der 3D-Druck? Er kann bemerkenswert erschwinglich sein – oder strategisch teuer – je nach Ihren Zielen. Einige 3D-Drucker und Materialien sind zwar im Vorfeld kostspielig, aber der langfristige Nutzen ergibt sich aus der Flexibilität, der individuellen Anpassung und der Geschwindigkeit. Wenn sie effektiv eingesetzt wird, bietet die additive Fertigung eine starke Kostenkontrolle, insbesondere beim Prototyping, bei der Produktion von Kleinserien und bei der Konsolidierung von Teilen. Und mit kluger Planung bleiben sogar die täglichen Betriebskosten überraschend überschaubar.

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