3D-Druck Vergleich
Bei der Wahl der richtigen 3D-Drucktechnologie geht es nicht nur um die Hardware – es geht darum, Leistung, Material, Kosten und Anwendung aufeinander abzustimmen. Bei so vielen verfügbaren Optionen ist es wichtig, den Vergleich der 3D-Drucktechnologien zu verstehen. Jedes Verfahren hat seine Stärken und Nachteile. Es geht nicht darum, das „beste“ Verfahren zu finden, sondern dasjenige, das für Ihren Anwendungsfall am besten geeignet ist.
Die verschiedenen 3D-Drucktechnologien verstehen
Es gibt zwar mehr als ein Dutzend kommerzieller additiver Verfahren, aber die für den industriellen und professionellen Einsatz wichtigsten lassen sich in fünf Hauptkategorien einteilen: FDM, SLA/DLP, SLS, MJF und DMLS/SLM. Jedes dieser Verfahren verwendet eine andere Materialform – Filament, Harz, Pulver oder Metall – und unterschiedliche Mechanismen, um Teile Schicht für Schicht aufzubauen.
- Beim Fused Deposition Modeling (FDM) wird thermoplastisches Filament geschmolzen und extrudiert, um Teile zu formen. Es ist kostengünstig, weithin verfügbar und ideal für Prototypen und funktionale Komponenten, bei denen es nicht auf Präzision ankommt.
- Stereolithographie (SLA) und Digital Light Processing (DLP) härten Kunststoffe mit Licht aus. Diese Verfahren liefern extrem feine Details und glatte Oberflächen, was sie zur ersten Wahl für Dentalmodelle, Schmuck und Miniaturdesign macht.
- Selektives Lasersintern (SLS) verwendet einen Laser, um Nylonpulver zu verschmelzen. Es erzeugt robuste, präzise und stützfreie Teile und eignet sich daher für das funktionale Prototyping und die Produktion von langlebigen Komponenten in kleinen Stückzahlen.
- Multi Jet Fusion (MJF) druckt ebenfalls mit Nylonpulver, verwendet aber ein Schmelzmittel und Infrarotwärme anstelle eines Lasers. Dies führt zu einer noch besseren Isotropie der Teile und einer schnelleren Produktion, insbesondere bei Kunststoffteilen für den Endverbraucher in kleinen bis mittleren Chargen.
- Direktes Metall-Lasersintern (DMLS) und Selektives Laserschmelzen (SLM) verschmelzen Metallpulver, um völlig dichte Metallkomponenten herzustellen. Diese werden in der Luft- und Raumfahrt, in der Automobilindustrie und im Werkzeugbau eingesetzt, wo Festigkeit, Hitzebeständigkeit und Materialleistung nicht verhandelbar sind.
Wesentliche Unterschiede, auf die es ankommt
Bei einem Vergleich von 3D-Drucktechnologien ist es wichtig, sie durch praktische Gesichtspunkte zu bewerten – Teilequalität, Oberflächengüte, Designfreiheit, mechanische Eigenschaften, Baugröße, Kosten pro Teil und Benutzerfreundlichkeit. Jede Technologie stellt ein Gleichgewicht dieser Eigenschaften dar.
| Technologie | Materielle Form | Qualität der Oberfläche | Stärke & Funktion | Detailauflösung | Kosten für den Betrieb | Ideale Anwendungsfälle |
|---|---|---|---|---|---|---|
| FDM | thermoplastisches Filament | mittel | mittel | niedrig bis mittel | niedrig | Prototypen, Funktionsklammern, Bildung |
| SLA / DLP | Photopolymerharz | sehr hoch | niedrig bis mittel | sehr hoch | mittel | Anschauungsmodelle, Dental, Schmuck, Miniaturen |
| SLS | Nylonpulver | hoch | hoch | mittel bis hoch | mittel bis hoch | Prototyping, Kleinserien, Gehäuse |
| MJF | Nylonpulver + Mittel | hoch | sehr hoch | mittel | mittel bis hoch | Endverbrauchsteile, Funktionsgehäuse, Werkzeuge |
| DMLS / SLM | Metallpulver | mittel bis hoch | sehr hoch | mittel | hoch | Luft- und Raumfahrt, Werkzeugbau, kundenspezifische Metallkomponenten |
Welche sollten Sie wählen?
Ihre Wahl hängt ganz davon ab, was Sie drucken wollen und warum. Wenn Sie sich auf das Prototyping in der Frühphase oder die Ausbildung konzentrieren, bietet FDM eine unschlagbare Zugänglichkeit. Wenn Sie visuelle Modelle, Vorlagen für den Guss oder ultrapräzise Geräte erstellen möchten, sind SLA und DLP führend. Für Ingenieure, die funktionale, belastbare oder mechanisch komplexe Kunststoffteile benötigen, sind pulverbasierte Verfahren wie SLS oder MJF am vielseitigsten – vor allem, wenn es auf Geometriefreiheit und Festigkeit der Teile ankommt. (Erfahren Sie mehr unter Wann sollten Sie sich für SLS im Vergleich zu anderen Technologien entscheiden).
Und für Industrien, die maschinell bearbeitetes Metall ersetzen oder hochwertige kundenspezifische Teile entwickeln, sind DMLS und SLM die einzige realisierbare Option.
Es kommt nicht nur darauf an, was ein Gerät drucken kann – sondern auch darauf, was es gut, wiederholt und zu einem für Sie vertretbaren Preis drucken kann.
Fazit: Auswahl der richtigen 3D-Drucktechnologie
Es gibt keinen einzigen Gewinner im Vergleich der 3D-Drucktechnologien – nur die richtige Lösung für Ihre Bedürfnisse. Ganz gleich, ob Sie die visuellen Details, die mechanische Funktion oder den Produktionsdurchsatz optimieren möchten, die von Ihnen gewählte Technologie definiert Ihre Möglichkeiten und Grenzen. Wenn Sie die wesentlichen Unterschiede zwischen den verschiedenen 3D-Drucktechnologien verstehen, sind Sie besser gerüstet, um klug zu investieren und das volle Potenzial der additiven Fertigung auszuschöpfen.
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