Sandstrahlen von 3D-Drucken: eine schnelle und konsistente Nachbearbeitungsmethode
Die Nachbearbeitung ist ein wichtiger Teil des additiven Fertigungsprozesses – und wenn es um die Endbearbeitung von Polymerteilen geht, ist das Sandstrahlen von 3D-Drucken eine der effizientesten Methoden, um eine einheitliche, professionelle Oberfläche zu erzielen. Bei dieser Technik, die auch als Strahlen bezeichnet wird, werden feine Medien mit hoher Geschwindigkeit auf die äußere Schicht eines gedruckten Teils geschleudert, um es zu reinigen, zu strukturieren oder zu glätten. Es ist schnell, skalierbar und mit den meisten pulverbasierten und extrusionsbasierten Technologien kompatibel, was es zu einer bevorzugten Lösung für industrielle Anwender und professionelle Druckereien macht.
Sollten Sie 3D-gedruckte Teile sandgestrahlt haben?
Ja – und in vielen Fällen sollten Sie das unbedingt tun. Sandstrahlen wird häufig verwendet, um Pulverreste zu entfernen (insbesondere bei SLS- und MJF-Teilen), scharfe Schichtlinien abzustumpfen und eine matte Oberfläche mit gleichmäßiger Textur zu erzeugen. Es eignet sich auch für die Vorbereitung von Oberflächen zum Färben, Malen oder Dampfglätten.
Das Verfahren eignet sich besonders für Nylon (PA12) und andere technische Polymere, die einen leichten Abrieb ohne Verformung vertragen. FDM-Teile können zwar auch sandgestrahlt werden, zeigen aber aufgrund der Schichthaftung und der Weichheit des Materials tendenziell weniger konsistente Ergebnisse. Bei PLA- oder PETG-Drucken kann ein sanftes Strahlen die Druckartefakte jedoch sichtbar reduzieren.
Bei SLA-Teilen ist Vorsicht geboten: Spröde Fotopolymere können reißen oder splittern, wenn sie zu aggressiven Medien oder Druck ausgesetzt werden.
Das Sandstrahlverfahren: Wie 3D-gedruckte Teile fertiggestellt werden
Das Teil wird in eine Strahlkabine gelegt, in der Druckluft ein feines Strahlmittel – z. B. Glasperlen, Aluminiumoxid oder Kunststoffgranulat – durch eine auf die Oberfläche des Teils gerichtete Düse treibt. Das Strahlmittel entfernt loses Pulver oder oberflächliche Unebenheiten, ohne die Geometrie oder strukturelle Merkmale zu beeinträchtigen.
Der Bediener steuert die Strahlintensität, den Strahlmitteltyp und den Düsenabstand je nach Material und gewünschtem Finish. Feinere Medien und geringerer Druck sind ideal für empfindliche Teile oder dünne Wände; aggressivere Einstellungen sind für robuste technische Komponenten reserviert.
Es ist erwähnenswert, dass Sandstrahler – kompakte, tischfreundliche Systeme, die speziell für additive Arbeitsabläufe entwickelt wurden – in den letzten Jahren immer beliebter geworden sind und eine geschlossene Pulverrückgewinnung und Prozesskonsistenz bieten. Sie werden häufig in Servicebüros, F&E-Labors und Produktionsumgebungen eingesetzt, wo es auf Durchsatz und Wiederholbarkeit ankommt.
Glätten von 3D-Drucken: Schleifen vs. Sandstrahlen
Wenn Sie sich fragen: „Kann man 3D-Drucke glatt schleifen?“, lautet die Antwort: Ja – aber die Methode hängt vom Material und dem Maßstab ab. Während das Schleifen von Hand zeitaufwändig ist und sich am besten für kleine Details oder vereinzelte Fehler eignet, bietet das Sandstrahlen eine schnellere, gleichmäßigere Oberfläche für komplexe Geometrien. Bei Teilen, die mit sichtbaren Schichtlinien gedruckt werden, wie z.B. FDM oder SLA, kann die Kombination von Strahlen und leichtem manuellem Schleifen zu einer beeindruckenden Oberflächenveredelung führen, ohne dass Spachtel oder chemische Glättung erforderlich sind.
Warum Sandstrahlen ideal für die Nachbearbeitung von 3D-Drucken ist
Das Sandstrahlen bietet mehrere Vorteile gegenüber anderen Nachbearbeitungsmethoden:
- Geschwindigkeit: ganze Teile können in Sekunden bis Minuten verarbeitet werden,
- Konsistenz: einheitliches Finish auch bei komplexen Innen- und Außengeometrien,
- keine Lösungsmittel: ein trockener Prozess, sicher für empfindliche Materialien,
- Skalierbarkeit: einfache Automatisierung für Produktionsläufe,
- verbesserte Oberflächenvorbereitung: verbessert die Haftung von Farbe oder Klebstoff.
Darüber hinaus ist das Strahlen in Multi-Jet-Fusion-Workflows unerlässlich für die Entpuderung und das Erreichen der sauberen, mattschwarzen Oberfläche, die hochwertige PA12-Teile auszeichnet.
Fazit: Sandstrahlen als skalierbare Nachbearbeitungsstrategie
Das Sandstrahlen von 3D-Drucken ist eine hocheffektive Nachbearbeitungsmethode, die das Aussehen, die Funktion und die Konsistenz der Teile verbessert, ohne die Maßhaltigkeit zu beeinträchtigen. Ganz gleich, ob Sie Pulverreste entfernen, sich auf die Nachbearbeitung vorbereiten oder einfach nur die Oberflächenqualität verbessern möchten – Sandstrahlen ist eine skalierbare, wiederholbare Lösung, die sich nahtlos in industrielle additive Arbeitsabläufe einfügt. Für Fachleute, die mit SLS-, MJF- oder sogar robusten FDM-Materialien arbeiten, bleibt es eine der wertvollsten verfügbaren Nachbearbeitungstechniken.
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