Headmade Materials qualifiziert die Sinterit Lisa X für CMF

Metalldruck ohne Metalldrucker?
Ja — mit ColdMetalFusion und der Sinterit Lisa X

Die additive Fertigung von Metallbauteilen entwickelt sich rasant. Für viele Unternehmen ist sie jedoch weiterhin mit hohen Investitionskosten, komplexer Infrastruktur und spezialisierten Metall-3D-Druckern verbunden. ColdMetalFusion (CMF) bietet einen anderen Ansatz — und heute machen wir einen wichtigen Schritt, um diese Technologie zugänglicher zu machen.

Headmade Materials hat die Sinterit Lisa X als Plattform für den Druck von CMF-Metall-Feedstocks qualifiziert.

Diese Qualifizierung bestätigt, dass die Sinterit Lisa X für den Druck von CMF-Grünteilen eingesetzt werden kann, die anschließend durch Entbindern und Sintern in dichte Metallkomponenten umgewandelt werden. Gleichzeitig markiert sie den Beginn einer umfassenderen Entwicklungsphase mit Fokus auf reale industrielle Anwendungen.

Was ist ColdMetalFusion (CMF)?

ColdMetalFusion (CMF) ist eine sinterbasierte additive Fertigungstechnologie für Metallbauteile, entwickelt von Headmade Materials.

Anstatt Metallpulver mit einem Hochleistungslaser aufzuschmelzen, trennt CMF den Prozess in zwei klar definierte Schritte:

  1. Druck des Grünteils auf einem Polymer-SLS-System
    – Ein thermoplastisches Bindemittel wird selektiv innerhalb eines Metallpulver-Feedstocks aufgeschmolzen, wodurch bei niedriger Temperatur (unter ca. 80 °C) ein stabiles Grünteil entsteht.
  2. Entbindern und Sintern
    – Das Grünteil wird anschließend entbindert und im Ofen gesintert. Dabei verschmelzen die Metallpartikel zu einem dichten, vollständig metallischen Bauteil.

Der entscheidende Unterschied: Die metallischen Eigenschaften entstehen während des Sinterprozesses — nicht während des Drucks.

Warum CMF auf Polymer-SLS-Systemen funktioniert

Der CMF-Feedstock wurde speziell für die Verarbeitung auf Polymer-Pulverbettfusion-(SLS)-Systemen entwickelt.

Während des Druckprozesses:

  • wird ausschließlich das Bindemittel aufgeschmolzen
  • das Metallpulver bleibt fest
  • ist die thermische Belastung gering
  • stützt das umliegende Pulver das Bauteil auf natürliche Weise

Dadurch ermöglicht das Verfahren:

  • Drucken ohne Stützstrukturen
  • effizientes Nesting und Stapeln von Bauteilen
  • Wiederverwendung von ungesintertem Feedstock
  • mechanisch stabile Grünteile

Headmade qualifiziert die Sinterit Lisa X für CMF-Materialien

Headmade Materials hat die Sinterit Lisa X offiziell für den Druck von CMF-Feedstocks qualifiziert.

Diese Qualifizierung bestätigt:

  • die Eignung der Lisa X für die Herstellung von CMF-Grünteilen
  • dass Prozessstabilität und Prozesskontrolle die CMF-Anforderungen erfüllen
  • dass CMF auf einer industriellen Polymer-SLS-Plattform gedruckt werden kann — nicht auf einem Metall-3D-Drucker

Wichtig ist hervorzuheben, dass CMF ein komplexer, mehrstufiger Prozess ist und diese Qualifizierung Teil einer umfassenderen, fortlaufenden Entwicklungsarbeit darstellt.

CMF auf der Lisa X: ein sich entwickelnder Prozess, kein fertiges Standardprofil

Aufgrund der komplexen Natur der sinterbasierten Metallfertigung befindet sich das finale CMF-Druckprofil für die Lisa X weiterhin in Entwicklung.

Um die bestmögliche Anwendererfahrung zu erreichen, werden benötigt:

  • mehr Daten aus realen Produktionsumgebungen
  • Validierung über unterschiedliche Geometrien und Anwendungen hinweg
  • Feedback von Anwendern, die CMF unter realen Alltagsbedingungen einsetzen

Anstatt frühzeitig ein universelles Standardprofil bereitzustellen, besteht das Ziel darin, eine robuste und umfassend verstandene Lösung zu entwickeln, die reale Anwendungsfälle widerspiegelt — und nicht nur kontrollierte Testbedingungen.

Kommendes Beta-Programm für CMF auf der Lisa X

Zur Unterstützung dieses Ansatzes bereitet Sinterit derzeit ein CMF-Beta-Programm vor, dessen Start in Kürze geplant ist.

Das Beta-Programm wird ausgewählten Anwendern ermöglichen, mit CMF-Materialien auf der Lisa X zu arbeiten. Im Fokus stehen dabei die Erfassung praxisnaher Daten, Prozessfeedback sowie Erkenntnisse zu realen Anwendungen.

Weitere Details werden im Januar bekannt gegeben.

Warum die Sinterit Lisa X eine starke Plattform für CMF ist

Bereits heute bietet die Lisa X mehrere Eigenschaften, die sie zu einer natürlichen Plattform für den Druck von CMF-Grünteilen machen:

  • Polymer-SLS-Technologie, abgestimmt auf den binderbasierten Druckansatz von CMF
  • keine Stützstrukturen (in den meisten Fällen) dank der Selbststützung im Pulverbett
  • hohe Stabilität der Grünteile für sicheres Handling und einfaches Entpulvern
  • ein offener Workflow, der die Kombination des Druckprozesses mit externen Partnern für Entbindern und Sintern ermöglicht

Damit bildet die Lisa X eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung von CMF — während der Beta-Phase und darüber hinaus.

Vom Grünteil zum Metallbauteil: der CMF-Workflow

Ein typischer CMF-Workflow umfasst:

  1. SLS-Druck von Grünteilen auf der Sinterit Lisa X
  2. Entpulvern (mit Multi-PHS)
  3. Optionale Bearbeitung der Grünteile (z. B. Bohrungen, Gewinde)
  4. Lösemittelgestütztes Entbindern
  5. Sintern zur Erreichung der finalen Metalldichte
  6. Optionale Nachbearbeitung (Bearbeitung, Polieren)

Diese Struktur ermöglicht es Unternehmen, den Druckprozess von der metallurgischen Verarbeitung zu trennen und dadurch Flexibilität sowie Skalierbarkeit zu erhöhen.

Verfügbare CMF-Materialien von Headmade

Headmade Materials bietet ein qualifiziertes CMF-Portfolio, darunter:

  • Titanium Ti6Al4V (Ti64)
  • Inconel 625
  • Stainless Steel 316L
  • Stainless Steel 17-4PH
  • Tool Steel M2

Materialeigenschaften und Konstruktionsgrenzen sind in offiziellen Datenblättern und Designrichtlinien definiert, die stets als primäre technische Referenz verwendet werden sollten.

Was das für Sinterit-Anwender bedeutet

Die Qualifizierung durch Headmade und das bevorstehende Beta-Programm bedeuten:

  • additive Metallfertigung wird über Polymer-SLS zugänglich
  • Anwender können auf bestehendem SLS-Wissen und vorhandener Infrastruktur aufbauen
  • die CMF-Entwicklung wird durch reale Kundenanwendungen vorangetrieben
  • die endgültige Lösung wird durch praxisorientiertes, produktionsnahes Feedback geformt

Dies ist keine Markteinführung eines fertigen Produkts – es ist eine transparente, schrittweise Einführung von CMF in das Sinterit-Ökosystem, mit Fokus auf langfristige Zuverlässigkeit und Kundennutzen.

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    • Verfügbare Materialien

    • Kosten der Investition

    • Rentabilität

    • Druckgeschwindigkeit

































    FAQ — ColdMetalFusion auf Sinterit Lisa X

    Hier finden Sie schnelle Antworten zum ColdMetalFusion-(CMF)-Workflow, zum Freigabestatus, zu Druckprofilen, Stützstrukturen, Schrumpfung sowie dazu, wo Sie Designregeln und Materialdaten für CMF auf Sinterit Lisa X erhalten.

    Was ist ColdMetalFusion?
    CMF ist ein sinterbasiertes Metall-3D-Druckverfahren, bei dem Grünteile auf Polymer-SLS-Systemen gedruckt und anschließend entbindert und zu dichten Metallteilen gesintert werden.
    Ist CMF auf Lisa X bereits vollständig eingeführt?
    Nein. CMF auf Lisa X befindet sich in einem fortgeschrittenen Entwicklungsstadium, und der Start eines Beta-Programms ist in Kürze geplant.
    Warum befindet sich das endgültige Druckprofil noch in der Entwicklung?
    Weil CMF ein komplexer, mehrstufiger Prozess ist und eine Validierung an realen Anwendungsfällen erfordert, um zuverlässige Ergebnisse für Kunden sicherzustellen.
    Verkauft Sinterit Metalldrucker?
    Nein. Sinterit bietet Polymer-SLS-Systeme an. CMF ermöglicht Metallteile auf Basis dieser bestehenden Technologie.
    Sind während des Drucks Stützstrukturen erforderlich?
    Nein. Die Teile werden während des SLS-Drucks durch das Pulverbett gestützt.
    Können Grünteile bearbeitet werden?
    Ja. Grünteile können vor dem Sintern bearbeitet werden.
    Mit welchem Schwund ist zu rechnen?
    Der Schwund hängt vom Material und den Sinterparametern ab; bei 316L und Ti6Al4V liegt er üblicherweise bei etwa 14 % und kann bei sehr schweren oder hohen Teilen eine zusätzliche Skalierung in Z-Richtung erfordern.
    Wer führt das Entbindern und Sintern durch?
    Diese Schritte werden mit externer Ausrüstung oder durch qualifizierte CMF-Dienstleister durchgeführt.
    Cold Metal Fusion Sinterit CMF Lisa X

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